Präventive – und Regenerative Medizin

Präventive – und Regenerative Medizin sind unter den Begriff der Integrativen Medizin zu subsumieren, sie sind ein neues und ambitioniertes Angebot zur Erhaltung oder Wiederherstellung von Gesundheit und einer besseren Leistungsfähigkeit.

In der Primärprävention gilt es Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen, sondern  durch besonders geeignete moderne Diagnose – und Untersuchungsverfahren (Früherkennung) eventuelle Risiken zu erkennen, auszuschließen zu können und sie fachärztlich zu beurteilen, um dann daraus ein individuelles Konzept für eine Vorbeugung bzw. Behandlungs-Strategie zur Erhaltung der Gesundheit zu ermöglichen.

In diesem Sinne werden die individuellen Vitalpotentiale so ausgeschöpft, dass eine echte medizinische Prävention und Regeneration erreicht werden kann.

Präventive- und Regenerative Medizin sind als eine Ergänzung zu einer konventionellen Medizin zu verstehen, welche erst dann tätig wird, wenn Krankheiten bereits aufgetreten sind und eine Behandlung unbedingt erforderlich ist (Curative Medizin).

Primärprävention:

dabei geht es um den Erhalt der Gesundheit bzw. der Vorbeugung von Krankheiten. Sie setzt bereits ein bevor eine Schädigung, Krankheit oder ein schädigendes Verhalten eintritt, sucht nach den Ursachen und Risikofaktoren welche dazu führen könnten. Sie richtet sich an den gesunden Menschen.

  • Individuelle Gesundheitsrisiko-Analyse (Feststellung und Vermeidung von Risikofaktoren)
  • Gesundheitsförderung (z.B. Ernährungsmedizin, Rationale Mikronährstoffmedizin (Orthomolekulare Medizin),Stressdiagnostik und Management, Sportmedizin etc)
  • Frauen- Männer- Vorsorge
  • Fertilität und Antikonzeption
  • Impfung
  • Unfallverhütung

Sekundärprävention:

hierbei geht es um das frühzeitige Erkennen (Früherkennung) bzw. die Verhinderung des Fortschreiten (Progredienz) einer Erkrankung. Ziel ist es eine Schädigung , Krankheit oder schädliches Verhalten frühzeitig zu erkennen bzw, dafür zu sorgen, dass der Verlauf einer Erkrankung sich nicht weiter verschlechtert oder sogar chronifiziert.

Die Sekundärprävention richtet sich an Patienten, welche bereit sind dazu beizutragen, dass sie wieder gesund werden.

  • Krankheitsfrüherkennung (Screening- oder Vorsorgeuntersuchungen), aufdecken symptomloser , scheinbar gesunder Menschen
  • Individuelle Gesundheitsrisiko-Analyse (Vermeidung von Risikofaktoren)
  • Gesundheitsförderung (Ernährungsmedizin, Rationale Mikronährstoffmedizin , Stress-Diagnostik und Management, Sportmedizin)

Tertiärprävention:

hierbei geht es um die Verhinderung der Fortentwicklung (Progredienz) oder des Eintritts von Komplikationen bei einer bereits manifesten Erkrankung. Ziel ist es bei einer manifesten Erkrankung eines chronisch erkrankten Patienten (z.B. Z.n. Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebserkrankung) eine nachfolgende Schädigung und schädliches Verhalten früh zu erkennen und gemeinsam zu korrigieren, damit keine Komplikationen , Folgeerkrankungen , Verschlimmerungen (Exazerbationen) von chronischen Erkrankungen oder zu einem Wiederauftreten  (Rezidiven) von Erkrankungen kommt.

Die Tertiärpräventionist für die Patienten gedacht, die selbst etwas dazu beitragen wollen um wieder gesund zu werden und /oder den erzielten Gesundheitszustand zu erhalten.

  • Individuelle Gesundheitsrisiko-Analyse (Vermeiden von Risikofaktoren)
  • Gesundheitsförderung (Ernährungsmedizin, Rationale Mikronährstoffmedizin, Stress – Diagnostik und Management, Sportmedizin etc.)
  • Rehabilitation (z.B. Kuren)

Gezielte Präventionsmaßnahmen können für jeden Menschen die Vorraussetzungen dafür schaffen, dass er in seiner Zukunft mehr Gesundheit, Mobilität und Lebensqualität genießen kann.

Wir unterscheiden heute zwischen einer Primär- einer Sekundär- und einer Tertiär Prävention.

Während die Eine noch Krankheiten vorbeugt, dienen die Anderen dazu nach einer Krankheit so vorzubeugen, dass man nicht so schnell  wieder neu erkranken wird. Das gilt ganz besonders für die verschiedensten chronischen Erkrankungen und ganz besonders für die sehr ernsten Krebserkrankungen.

In der Integrativen Medizin und also auch in der Präventiven – und Regenerativen Medizin steht der Mensch als Individuum im Mittelpunkt. Seine persönlichen Lebensbedingungen, Belange, Bedürfnisse und Belastungen finden eine grundsätzliche Berücksichtung. Auf dieser Basis erfolgt die Beratung  zu einem für ihn gesunden Lebensstil mit einer für ihn richtigen Ernährung und einem individuell angepassten, richtigen körperlichen Aktivierungs- / Trainingsprogramm.

In der Sekundär- und Tertiär Prävention erfolgt eine Reparatur und Regeneration von biologischen Strukturen sowie der Herstellung der Regulationsfähigkeit des Körpers. Die dafür medizinisch relevanten Ziele werden jeweils aufgrund modernster spezifischer Tests von einem erfahrenen Arzt definiert.

Es handelt sich bei diesem Programm um eine echte Prävention und um eine wirkliche Regenerative Medizin.

Für wen ist das Programm einer „Präventiven und Regenerativen Medizin“ unter fachärztlicher Begleitung besonders geeignet?

Insbesondere für Menschen mit Risikofaktoren oder bereits manifestierten chronischen- und chronisch degenerativen Erkrankungen. Dazu gehören u.a. Menschen mit den Erkrankungen, bei denen der Lebensstil und insbesondere auch die Ernährung und die Umwelt, einen nachgewiesen bedeutenden Einfluss auf Entstehung und Verlauf dieser Erkrankungen hat. Präventive – und Regenerative Medizin unter fachärztlicher Begleitung ist besonders bei folgenden Krankheitsbildern angezeigt:

Krankheitsbilder

  • Stoffwechsel-Erkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Gicht u.a.
  • Herz-Kreislauf Erkrankungen, Hypertonie, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen
  • Immun – Autoimmun Erkrankungen
  • Rheuma
  • Übergewicht /Adipositas / Lipödem
  • Umwelt- und Innwelt-Erkrankungen
  • Parasitosen/ Viren / Mykosen
  • CFS / MCS / ADHS / BURN OUT
  • Chronische Borelliose, Lyme Disease, Neuro-Borelliose
  • Krebs

Gesundheits-Untersuchung (Health Check)

Genau wie bei der Vorstellung eines kranken Menschen in der Sprechstunde einer Ambulanz oder Klinik wird nach einer ausführlichen Anamnese immer erst eine Untersuchung erfolgen müssen. Das gilt auch so in der Präventiven Medizin ,nur mit dem Unterschied, dass es hier um gesunde Menschen geht. Also diejenigen, bei denen eine Krankheit entweder noch nicht festgestellt oder zu dem Zeitpunkt nicht behandlungsbedürftig ist.

Die Gesundheitsuntersuchung (Health Check) i.S. einer Integrativen Medizin (Schul- und Komplementär Medizin) erlaubt eine genaue und frühe Auskunft über eventuelle Abweichungen des Gesundheitszustands. Die Ergebnisse daraus können dann mit weiteren anderen ergänzenden Untersuchungen und Testverfahren genauer spezifiziert werden. Das bietet die Grundlage für die Erstellung eines individuellen und effizienten Medizinischen Gesundheits-Programms.

Die ganzheitlich medizinisch orientierten Fach-Ärzte sollten aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen, insbesondere auf dem Gebiet der Integrativen Medizin (Schul – und Komplementär Medizin), befähigt sein geeignete spezielle, individuelle Programme zu erarbeiten. Dabei sind in der Integrativen Medizin die Naturheilverfahren von grundsätzlicher Bedeutung ebenso wie die konventionellen Methoden.

Diese Verknüpfung von schulmedizinischen (konventinellen) , naturheilkundlichen und speziellen komplementären Behandlungsmethoden ist nicht nur sehr hilfreich sondern ist heute als die Basis einer modernen Integrativen Medizin anzusehen.

Ein äußerst wichtiger Aspekt dieses Konzeptes der „Präventiven- und Regenerativen Medizin“ ist die Salutogenese. Das bedeutet, hier wird dem Menschen die Selbstverantwortung und damit auch die Entscheidungen für seine Gesundheit zurück gegeben . Es zeigt ihm den eigenen Weg für einen Erhalt und die Verbesserung seiner Gesundheit, also eine klare Orientierung in eine positive, erstrebenswerte Richtung.

Damit geht das Konzept deutlich über das hinaus , was als Gesundheitsvorsorge oder Prävention ganz allgemein heute von den Krankenkassen und der Kassenmedizin angeboten wird, wie z.B. Darmkrebsvorsorge durch Darmspiegelung oder Mammographie.

An erster Stelle muss jedoch immer eine Beratung zu allen Fragen betreffend des individuellen Zustands von Gesundheit oder Krankheit des Menschen stehen. Denn es gibt nicht das eine Krankheitsbild, welches ganz allgemein gilt, sondern immer nur die ganz eigene (individuelle) Situation , das jeweils persönliche Krankheits- und Leidensbild in seiner ganzen Komplexität, darum geht es und deshalb gilt es das unbedingt zu Berücksichtigen.

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